4. Activity Woche: Tipps rund ums Heizen

  • Mit programmierbaren Thermostaten an den Heizkörpern können Sie den Heizzyklus (Nachtabsenkung, Wochenendprogrammierung etc.) in jedem Raum optimal einstellen. So beheizen Sie Räume nur zu den Zeiten, zu denen sie genutzt werden. Sie haben jederzeit eine angenehme Raumtemperatur und sparen gleichzeitig Energiekosten. Der Einbau ist einfach: Lediglich der Thermostatkopf wird ausgetauscht.
  • Bei Abwesenheit bis zu zwei Tagen die Temperatur auf 15 °C, bei längerer Abwesenheit auf 12 °C oder die Frostschutzposition des Thermostatventils einstellen; auch während der Nachtstunden die Raumtemperatur möglichst um 5 °C senken.
  • Eine Absenkung der Raumtemperatur um nur ein Grad Celsius bewirkt eine Energie-Einsparung von rund 6%.
  • Heizkörperverkleidungen und Möbel vor Heizkörpern verhindern, dass die Heizungswärme in den Raum geht. Das bedeutet bis zu 5% mehr Heizkosten.
  • Eine Isolationsschicht direkt hinter dem Heizkörper senkt den direkten Wärmeverlust über die Außenwand. Das Material besteht aus Styropor, das mit einer Schicht aus Aluminium bedeckt ist. Der Vorteil: Aluminium reflektiert die Wärmestrahlung. So lässt sich der Wärmebedarf um 10- 30 % reduzieren.
  • Nach Einbruch der Dunkelheit sollten sie Rollläden, Jalousien und Vorhänge geschlossen halten. So lassen sich die Wärmeverluste durch Fenster um etwa 50% reduzieren.
  • Kunststoffdichtungen in Fenstern und Türen werden im Lauf der Zeit porös und damit undicht. Überprüfen Sie diese und erneuern Sie bei Bedarf die Spalten mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen.
  • Der Check durch den Fachmann gewährt einen effektiven und wirtschaftlichen Betrieb der Heizungsanlage. Und die Heizkosten lassen sich um 5-10% senken.


klimaaktiv Heizsysteme

Die folgende Matrix zeigt, wie gut ein Heizsystem (aus technischer Sicht) für ein Gebäude der unterschiedlichen Gebäudeklassen geeignet ist. Zusätzlich zum Heizwärmebedarf wurde hier auch die Warmwasserbereitung mit berücksichtigt. Wichtig ist, dass vor der Erneuerung des Heizsystems immer auch das bestehende Gebäude analysiert und erforderlichenfalls verbessert wird.

GEBÄUDEKLASSEN A+ UND A++

Passiv- und Plusenergiegebäude

GEBÄUDEKLASSE A

Sehr gut wärmegedämmte Bestands-Gebäude oder Neubauten ab 2012 mit einer Komfort-Lüftungsanlage (kontrollierte Be- und Entlüftung).

GEBÄUDEKLASSE B

Mit mehreren Maßnahmen gut wärmegedämmte Bestands-Gebäude bzw. Neubauten, erbaut zwischen 2009 und 2011.

GEBÄUDEKLASSE C

Mit zumindest einer wesentlichen Maßnahme sanierte Bestands-Gebäude bzw. Neubauten, erbaut zwischen 2004 und 2008.

GEBÄUDEKLASSEN D BIS G

Nicht wärmegedämmte Gebäude, erbaut vor ca. 2003.'

Gebäudeklassen und Heizsysteme

ENERGIEAUSWEIS FÜR HAUS UND WOHNUNG

Wie viel Energie ist erforderlich, um ein Gebäude zu beheizen und mit Warmwasser zu versorgen? Auf welchem energietechnischen Stand sind Wärmedämmung und Heizungssystem? Wie schneidet mein Gebäude im Vergleich zu anderen ab? Der Energieausweis gibt alle diesbezüglichen Antworten. Im Energieausweis sind – ähnlich wie beim Typenschein eines Fahrzeugs – die für den Energiebedarf eines Gebäudes wichtigsten Eckdaten zusammengefasst und über Energiekennzahlen und eine Einstufungsskala („Gebäudeklassen“) dargestellt. Die Einstufungsskala ermöglicht den Vergleich mit anderen Objekten und stellt darüber hinaus das „thermische Sanierungspotential“ dar.

GEBÄUDE-KLASSIFIZIERUNG A++ BIS G

Die Darstellung der „Gebäudeklasse“ (thermische Qualität des Gebäudes) bzw. des Energiebedarfs erfolgt im Wesentlichen über den Heizwärmebedarf (HWB; siehe nachfolgende Grafik). Dieser beschreibt jene Energiemenge, die je Gebäudenutzfläche innerhalb der Heizperiode zuzuführen ist, um eine gewünschte Innentemperatur aufrechtzuerhalten. Die erforderliche Energiemenge für die Warmwasserbereitung und den Betrieb der Heizungsanlage ist im HWB nicht enthalten. Mit dem HWB sind eine einfache Einordnung des eigenen Gebäudes und der Vergleich mit anderen Wohnobjekten möglich. Die Kategorie oder Gebäudeklasse „A++“ steht für einen äußerst geringen HWB und entspricht dem Passivhausstandard, wohingegen ein Gebäude der Klasse „G“ einen sehr hohen HWB aufweist, wie er vor allem bei alten, unsanierten Gebäuden zu finden ist.

KRITERIEN FÜR DIE BEWERTUNG VON „ERNEUERBAREN SYSTEMKOMBINATIONEN“

Die Wahl der optimalen Systemkombinationen erneuerbarer Energieträger hängt von vielen Kriterien ab, wozu (unter anderem) auch das Verbrauchsverhalten der BenutzerInnen zählt. Für das im Rahmen des Programms klimaaktiv erneuerbare wärme entwickelte Bewertungstool (siehe „Bewertungsmatrix der klimaaktiv-Heizsysteme“) wurden – im Wesentlichen – folgende Kriterien herangezogen:

  • Investitions-, Betriebs- und Brennstoffkosten
  • Raumbedarf für Kesselanlagen und Brennstofflagerung
  • Automatisation und Bedienungsaufwand
  • regionale Wertschöpfung
  • Versorgungssicherheit sowie saisonale Verfügbarkeit des Brennstoffs
  • Preisstabilität
  • Marktverfügbarkeit
  • Erneuerbarkeit, (regionale) Umweltauswirkungen und Klima-Wirksamkeit 

Aus all diesen Überlegungen ist die „Bewertungsmatrix klimaaktiv(er)-Heizsysteme“ entstanden.

Nützliche Links

Umstiegsrechner - Heizsysteme vergleichen

Warum erneuerbar Heizen? Der Umstiegsrechner zeigt auf einfachem Weg, wie schnell sich der Umstieg auf ein erneuerbares Heizsystem rechnen kann!

http://www.klimaaktiv.at/tools/erneuerbare/Umstiegsrechner.html

 

Der Online-Rechner für nachhaltige Wärmepumpenanlagen

Ob im Neubau oder als Ersatz einer bestehenden Heizung. Mit dem Online-Rechner "machvier" erfahren Sie neutral, was in der Wärmepumpe stecken kann und können die Stromkosten und die Klimawirksamkeit optimieren, bevor Sie investieren.

http://www.klimaaktiv.at/tools/erneuerbare/machvier.html

 

klimaaktiv Heizungs-Check

Glucksende Rohre, laute Heizkessel, glühende Heizkörper oder einfach nur eine hohe Rechnung: Haben Sie manchmal das Gefühl, Ihre Heizungsanlage läuft nicht ganz rund? Lassen Sie Ihre Heizung von Profis anschauen!

http://www.klimaaktiv.at/erneuerbare/erneuerbarewaerme/Kampagnen---Werkzeuge/heizungscheck/beschreibung.html

 

Das klimaaktiv Netzwerk

Das klimaaktiv Netzwerk macht die treibenden Kräfte im Klimaschutz - von der Beraterin über den Biowärme-Installateur, vom nachhaltigen Bauträger bis zur Umsetzerin eines Musterprojektes - sichtbar. Ob professionelle Unterstützung für Ihr Klimaschutzprojekt oder gute Beispiele zum Nachahmen: Das klimaaktiv Netzwerk bietet den Überblick

http://www.klimaaktiv.at/klimaaktivnetzwerk?id=190&cat=2155

 

Energieberatungsstellen

Bei den Energieberatungsstellen der Bundesländer bekommen Sie die besten Tipps rund um Energiesparen, energieeffizientes Bauen, Wohnen und Sanieren.

http://www.klimaaktiv.at/beratung/energieberatungen.html